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| | Der Liebhaber€ 8.50 Das Mädchen sieht sich konfrontiert mit dem eigenen Begehren, aber auch mit sozialen Schranken und der wachsenden Scham ihres Liebhabers.
Frankreichs Kultfilmer Jean - Jacques Annaud vertraut in dieser Verfilmung des authentischen Romans von Marguerite Duras vor allem der Suggestivkraft der Bilder, der äußerst sorgfältigen Ausstattung und dem exotischen Schauplatz..
Obwohl die Beziehung gesellschaftlich nicht tragbar ist, entwickelt sich eine leidenschaftliche Affaire zwischen den beiden.
Saigon in den 20er Jahren Am Ende der Schulferien kehrt das junge Mädchen, sie ist noch nicht sechzehn, aus ihrem Dorf in Indochina nach Saigon zurück, wo sie ein Gymnasium besucht und in einem Pensionat wohnt. Auf der Fähre über den Mekong begegnet das junge weiße Mädchen mit dem Männerhut zum ersten Mal dem doppelt so alten und wohlhabenden Chinesen.
- 25 Bewertungen: 4.5

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Der Liebhaber
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| | | | Weltklasse! Genau so stelle ich mir einen Erotikfilm vor!
Die Hauptdarstellerin ist einfach atemberaubend schön und es knistert ständig vor Erotik auch wenn man nicht viele Sexszenen zu sehen bekommt. Kopfkino ist hier sehr groß geschrieben und geben diesem Klassiker eine gewisse würze.
| | Schön schwül Schwüle Fantasie über eine blutjunge Französin und ihren exotischen, chinesischen Lover vor tropischer, nostalgischer, teils überdeutlich künstlicher Kulisse. Sehr aufwändig, sehr edel, sehr klischiert vom einstigen Werbefilmer Annaud in Szene gesetzt. Das Mekong-Delta dient als pittoreske Location für ein Frau-Mann-Drama, der Film sagt aber nichts über Indochina. Er sagt aber auch nicht viel über die Figuren. Über weite Strecken kaum glaubhaft oder nachvollziehbar. Hübsch anzuschauen, wenn man nicht lange drüber nachdenkt.
| Wunderschön und traurig Der Inhalt muss nicht mehr beschrieben werden. Dieser Film geht ans und ins Herz und hinterlässt Gedanken und Gefühle, die nicht zu beschreiben sind. Da ist eine berechnende Mutter, ein wunderschöner, raffinierter Teenager und ein erwachsener Mann, der schlussendlich zu feige ist, zu seiner Liebe zu stehen. Der Film ist opulent umgesetzt und mit Schauspielern besetzt, die passender nicht sein könnten. Die ganze Tragik wird einem als Eimer kaltes Wasser über den Kopf geschüttet, als das Schiff das Mädchen nach Hause bringt. Ihre ganze kühle Fassade bricht zusammen, und ihre gewaltigen Gefühle, die sie gut zu verbergen wusste, brechen aus ihr heraus. Man erlebt ihren ganzen Schmerz mit, und am Ende, als beide alt und unglücklich sind, fragt man sich, warum die beiden nicht zusammen gekommen sind. Filme, die man über das Ende hinaus weiterspinnt, sollte es öfter geben. Der Liebhaber spielt eindeutig in der obersten Liga mitGefahr und Begierde - Große KinomomenteBalzac und die kleine chinesische SchneiderinIndochineCrouching Tiger Hidden Dragon
| | Ein Klassiker Dieser Film ist einer der Besten Filme zu diesem Thema und würde in Prinzip 5 Sterne verdienen wenn die Macher ein besseres DVD-Cover gemacht hätten. Mit der wunderschönen Jane March wäre dies sicher kein Problem gewesen.
| Authentische Leidenschaft Die Romanvorlage kenne ich (noch) nicht. Was sich mir allein durch die Verfilmung mitteilt, könnte mich aber zum Buch bringen:
In dieser amour fou entläd sich im wahrsten Wortsinne eine ganze Palette unterschiedlichster Spannungsfelder. Das noch nicht volljährige mittellose Mädchen, das sich bewußter als es jede Norm vorgibt auf die Leidenschaft einläßt und der in körperlichen Liebe erfahrene Dandy, dessen einzige Pflicht darin besteht, die Konventionen des Reichtums zu erfüllen - die Konstellation ist nicht neu, wird hier aber im asiatisch-kolonialistischen Kontext mit meisterhafter Erzähldichte, facettenreich, künstlerisch tiefgründig und hocherotisch genutzt. In körperlicher Hingabe teilen die Liebenden ihre gegensätzlichen Lebenshorizonte.
Trotz des äußeren Machtgefüges, das durch Altersunterschied, kulturelle Herkunft und wirtschaftliche Position vorgegeben ist, kommt in ihren Entladungen leidenschaftliche Partnerschaft zum Ausdruck - eine der großen Regieleistungen dieser filmischen Umsetzung.
Neben den großartig besetzten Protagonisten sorgen vorallem Kameraführung und Filmschnitt dafür, dass durch das Spiel von Zeigen und Verbergen eine erfahrbare erotische Sehnsucht erzeugt wird, die filmsich kaum zu übertreffen ist.
Wer nun einen künstlerisch verbrämten Softporno erwartet, der muß entäuscht werden: Die Bettszenen sind in der Filmhandlung zeitlich auf das Nötigste beschränkt. Es geht vielmehr (auch) um die Lebensentwürfe, in denen sich promiskuitive Leidenschaft schicksalhaft manifestiert und wie sie kulturell sehr unterschiedlich verarbeitet wird.
Insofern erzählt der Film in geschickten Einstreuungen auch vom Verhältnis der (literarischen und musischen) Kunst zum Eros als Triebfeder des Lebens - zum Heulen schön.
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