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Helmut Newton 1 DVD

16.65

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Helmut Newton, 1 DVD

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Teilweise obsessiv, sehr erotisch. Sexistisch? Mir gefällt Newtons Blick auf Frauen, insbesondere auf nackte Frauen.
Diese Dokumentation ist dem australischen Fotografen deutscher Herkunft Helmut Newton (1920-2004) gewidmet. Er emigirierte wegen seiner jüdischen Herkunft in der NS-Zeit nach Australien, heiratete dort 1948 die australische Schauspielerin June Brown, die später als Porträtfotografin unter dem Pseudonym Alice Springs bekannt wurde. 1958 übersiedelte er nach Paris. Seit 1981 lebte er in Monaco und in den USA.

Newton arbeitete, wie in der Dokumentation verdeutlicht wird, in erster Linie auf den Gebieten der Mode-, Werbe-, Akt- und Porträtfotografie. Daneben entstanden auch Fotografien von Stadtlandsschaften. Mit seinen perfekt inszenierten, gleichermaßen erotisch kühl-distanziert wirkenden Mode- und Aktfotografien wurde er weltberühmt.

Der Fotograf berichtet von seiner Kindheit in Berlin, seiner Schwimmleidenschaft in jenen Tagen, hauptsächlich natürlich spricht er von seiner lebenslangen Leidenschaft, die Welt in Bilder umzusetzen. Die Interviews lassen in Newton einen sehr netten, begabten, humorvollen Menschen mit viel Lebenserfahrung und Stil erkennen. Ein toller, dabei wirklich gutaussehender Mann mit positiver Ausstrahlung.

Man erlebt ihn bei Shootings, aber auch bei Bewerbungsgespächen mit Modellen und ist verblüfft, wie gelassen er mit den Frauen umgeht, die ihn immerfort zu bezircen suchen. Die Feministinnen haben Newton Sexismus vorgeworfen. Diese Meinung teile ich nicht. Seine Aktaufnahmen - viele davon lernt man bei ihrer Enstehung kennen- sind erotisch, teilweise obsessiv, aber stets wunderschön, niemals pornografisch. Newton schuf Kunstwerke.

Die Dokumentation beinhaltet u.a. Interviews mit Catharine Deneuve, Karl Lagerfeld und Charlotte Rampling. Personen, die von ihm aufgenommen worden sind und die ihn überaus zu schätzen wussten. Deneuve würdigt, dass Newton stets ein guter Beobachter der Situation war und zwar mit dem Blick eines Voyeurs. Es ging ihm um die Entfremdung, um den Wechsel von Distanz und Verfügbarkeit von Frauen. Dies darzustellen gelang ihm vortrefflich.

Gezeigt wird u.a. auch eine Aufnahme von Dali auf seinem Sterbebett und andere Bilder bei denen Newton Ästhetik außen vor lässt, um die Facetten des Seins an sich zu zeigen.

Mir gefällt Newtons Blick auf Frauen, insbesondere auf nackte Frauen. Er ist unbeeindruckt, geht nur seiner Arbeit nach. Für ihn zählt ausschließlich das Ergebnis: die Überhöhung der Frau als Kunstwerk. Was kann daran verwerflich sein?